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06.06.2019

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Am 07.05.2019 habe ich angefangen, hier jeden Tag einen Eintrag zu schreiben. Einen Monat habe ich also geschafft. Das wird nicht so bleiben. Die unerwartete Wendung gestern nimmt etwas größere Ausmaße an als gedacht. Angesichts der Tatsache, dass bei mir nun seit vielen Wochen  bislang einmaliger Ausnahmezustand herrscht und die Normalisierung der einen von 3 Baustellen, die ich am ehesten beeinflussen kann, noch ein paar Wochen dauern wird, ist es etwas viel. Ich habe aber den Vorsatz trotzdem mehr als nur einmal im Monat was zu schreiben. Danke fürs Mitlesen.

Worüber ich mich heute gewundert habe: wir haben die letzten Wochen eine kleine, aber teure Katastrophe mit Zeitarbeit erlebt. Kaufmännische Angestellte, Berufserfahrung ok, in der Praxis aber ahnungsloser und unsicherer und inkompetenter als ein Azubi in den ersten Wochen. Ich war ja zuvor der Meinung: wer im Officebereich zur Zeitarbeit geht, muss flexibel, abenteuerlustig und selbstbewusst sein. Das plus schreiben können, hätte uns ja gereicht. Jede, der ich aber davon berichtete und ein paar Highlights schilderte, antwortete mir sinngemäß mit: naja, überleg mal wer angesichts der Zahl offener Stellen zur Zeitarbeit geht…Anscheinend gehen alle außer mir davon aus, dass wer was kann, nicht zur Zeitarbeit geht.  Solange ich nichts schreibe, denke ich also darüber mal nach.

05.06.2019 WmDedgT

Es ist der 5. Juni und auch wenn ich derzeit jeden Tag etwas schreibe, möchte Frau Brüllen wissen: was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

05:30 Uhr. Ich stehe auf, koche Kaffee, gieße Pflanzen, trinke Kaffee und bewirtschafte dabei die virtuelle Farm und beginne diesen Eintrag. Schaue nach, was es Neues gibt. Twitter meint, heute sei mein 8-jähriges  Jubiläum. So lange schon? So kurz erst? Note to myself: also kurz vor der Geburt vom Patenkind angefangen. Die Blogeinträge zu „dem“ Thema scheinen nicht abzureißen und beginnen mich zu langweilen. Insbesondere, die mit dem Tenor „liebe Leser*innen fasst euch an die eigene Nase“. Da wären wir ja nun nie im Leben drauf gekommen. Da scheint bei der einen oder anderen ein Klares: hättet ihr mal besser mich bewundert, durchzukommen. Da Bürotag Nr. 3 mit über 30° Außentemperatur ansteht, bügle ich ein bürotaugliches Kleid. Ja, ich bin eine just-in-time-Büglerin. Wohnung für die professionelle Reinigung vorbereiten. Duschen, aufhübschen, kurz ins Büro, dann zu Gericht. Belegschaftsstärke dank Krankheit und Urlaub auf 2 geschrumpft. Und da zähle ich mich schon dazu. Ein Elend.

Auf dem Weg zurück vom Gericht Kontoauszüge für die Buchhaltung eingesammelt. Auch auf dem Weg zurück ein Anruf von meiner Mutter. Das Taxi warte auf sie, sie sei auf dem Weg ins Krankenhaus, der Hausarzt schicke sie dorthin. Ich schärfe ihr ein, ein Köfferchen und das Handy mitzunehmen und Bescheid zu geben. Ich vergesse zu sagen: und schalte das Handy ein. Ich hoffe, das wird sich im Lauf des Tages nicht noch rächen. Spoiler: es rächte sich. Ein paar Stunden und ein ausgeschaltetes Handy später hing ich lang in einer Warteschleife im Krankenhaus um dann zu erfahren, dass sie dort in der Notaufnahme war und die stationäre Aufnahme veranlasst wurde. Auf Station war sie noch nicht, aber ich bekam die Telefonnummer von der Station, die mir sagen konnte, dass „jemand angekündigt, aber noch nicht da ist“ und Patienten idR so gegen 18 Uhr kommen. Fingertrommeln. Zwischendrin arbeite ich weiter, unterbrochen von dem Gedanken, ich fahr da jetzt einfach hin, sind ja nur 4 Stunden Fahrt. Nun gut, ein paar Stunden später weiß ich jetzt also, dass sie operiert wurde, soweit alles ok ist, sie logischerweise erst einmal dort bleiben muss und natürlich kein Köfferchen dabei hatte. Also weitertelefonieren, um Hilfe bitten, damit sie morgen mit dem Nötigsten versorgt wird. Dieses Konzept, dass die Kinder im Alter der Eltern nicht vor Ort sind, ist gerade bei Alleinstehenden wenig durchdacht. Möglicherweise braucht es nicht nur ein Dorf um Kindern großzuziehen, sondern auch um die Älteren zu versorgen.
Tja, so legte dieser Tag eine Wende hin, die ich nicht kommen sah. Ein Kleid ohne Taschen an einem Tag, an dem man ständig mehrere Telefone mit sich rumschleppt, ist ungünstig. Jetzt steht noch ein letztes Telefonat an, aber vorher muss ein Zug sein Ziel erreichen und morgen sehen wir dann weiter.

04.06.2019

Das Bundessozialgericht hat heute also endlich die Honorarärzteverfahren entschieden. Hurra. Selbstständige Ärzte, die durch die Lande ziehen und in Krankenhäusern im Urlaubs- und Krankheitsfall angestellte Ärzte vertreten. Diese Honorarärzte sind also  angestellt und nicht selbstständig. Keine große Überraschung. In der Pressemitteilung betont das BSG aber, dass sozialrechtliche Regelungen zur Versicherungs- und Beitragspflicht  nicht „außer Kraft gesetzt werden können, um eine Steigerung der Attraktivität des Berufs durch eine von Sozialversicherungsbeiträgen „entlastete“ und deshalb höhere Entlohnung zu ermöglichen“. Hm. Was die Sozialversicherung angeht, reden wir nahezu ausschließlich von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung, weil die Ärzte alle in der berufsständischen Altersversorgung sind und nahezu alle privat krankenversichert. Die gesetzliche Rentenversicherung und die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung bekommen also trotzdem keine Beiträge, nur die Arbeitslosenversicherung. Ansonsten ist es ein steuerliches Problem. Umsatzsteuer auf Honorare hätte nicht erhoben und abgeführt werden müssen, bei der Einkommenssteuer durften die Ärzte aber eben auch nicht die Regeln für Selbstständige, sondern nun die für Angestellte in Anspruch nehmen, weniger Chancen für Absetzungen. Tja. Ansonsten freuen sich die Zeitarbeitsfirmen, die haben das Geschäftsfeld mittlerweile übernommen, schlagen auf die Honorarsätze ihre Gewinnspanne drauf, führen die Abgaben zur Arbeitslosenverischerung ab und stellen den Kliniken halt noch höhere Rechnungen als es die Honorarärzte getan haben. Verdient also ein Dritter mit und macht so das Gesundheitswesen noch etwas teurer.  Juristisch ist das sauber, keine Frage. Die  Frage ist nur cui bono?

03.06.2019

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Soeben kam Wind auf und drückte die Temperatur auf 20°C. Das ist für mich die positive Meldung des Tages. Ansonsten viel Arbeit, weiterhin Ausnahmezustand. Davon zu erzählen wäre wenig glaubwürdig, so absurd ist manches. Zum Abendessen Reis mit Zeug, das geht dann morgen auch kalt.

Herr Buddenbohm ist immer lesenswert, heute aber besonders: Anmerkungen zur Nachlässigkeit.